Wasseralm

Wasseralm – von der Selbstversorgerhütte  zum modernen Bergsteigerstützpunkt Südlich des Obersees, oberhalb von Deutschlands höchstem Wasserfall liegt, in einem der landschaftlich schönsten Gebiete der Berchtesgadener Alpen die Wasseralm. Als Almweide ist das Gebiet um die Wasseralm, die sog. Röth, schon lange aufgegeben. Als Stützpunkt für Bergsteiger auf dem Übergang vom Hagengebirge ins Steinerne Meer ist […]

Wasseralm – von der Selbstversorgerhütte  zum modernen Bergsteigerstützpunkt

Südlich des Obersees, oberhalb von Deutschlands höchstem Wasserfall liegt, in einem der landschaftlich schönsten Gebiete der Berchtesgadener Alpen die Wasseralm. Als Almweide ist das Gebiet um die Wasseralm, die sog. Röth, schon lange aufgegeben. Als Stützpunkt für Bergsteiger auf dem Übergang vom Hagengebirge ins Steinerne Meer ist die einfache Hütte umso wichtiger.
Der von vielen Bergsteigern und Hüttenwanderern genutzte Weg zwischen Gotzenalm und dem Kärlingerhaus am Funtensee ist lang und beschwerlich. Hier bietet sich eine Übernachtung in der Wasseralm regelrecht an. Auch wenn man den in den letzten Jahren sehr beliebt gewordenen Steig vom Stahlhaus über die sog. „Große Sommer Reib’n“ zur Wasseralm einschlägt, ist die Alm ein beliebtes Quartier für die Nacht. Hier variieren die Gehzeiten je nach Kondition immerhin zwischen 6 und 10 Stunden. Der kürzeste Anstieg führt vom Ende des Königssees über den stellenweise versicherten Röth- oder Landtalsteig in 3-4 Stunden zur Wasseralm.

Als Stützpunkt für Wanderer unentbehrlich
Bereits mit der Gründung der DAV-Sektion Berchtesgaden vor über 140 Jahren bemühen sich die Alpenvereinsvertreter um einen Stützpunkt für Bergwanderer in der Röth. Denn auch damals war für viele Wanderer der Übergang zum Kärlinger Haus als Tagesmarsch zu anstrengend. Jahrzehntelang nutzten die Bergsteiger – zum Teil mit, zum Teil ohne Erlaubnis der Jäger – eine im Kessel der Röth stehende Jagdhütte als Übernachtungsmöglichkeit. Erst 1951 wurde in Zusammenarbeit mit dem Forstamt auf der Lichtung „Im Wasser“ ein Almkaser als Selbstversorger-Hütte errichtet. Diese Hütte wurde (und wird) im hinteren Teil von der Enzianbrennerei Grassl als Brennhütte genutzt. 2016 wurden im Gebiet der Röth um die Wasseralm wieder Enzianwurzeln gegraben und auf der Hütte gebrannt.

50 Jahre Selbstversorgerhütte
Über gut 50 Jahre wurde die Wasseralm von der DAV Sektion Berchtesgaden als Selbstversorgerhütte betrieben, zum Teil mit mehr als 3.000 Übernachtungen im Jahr. Durch den Nationalpark und den aufkommenden Boom der Hüttentrekking-Touren nahmen die Besucherzahlen immer mehr zu. Das System, die Hütte als Selbstversorgerhütte zu betreiben und nur an den Wochenenden durch Hüttendienste zu beaufsichtigen, brachte aber zunehmend Probleme mit sich. Es herrschten vor allem unter der Woche unzumutbare hygienische Verhältnisse, die Mäuse fühlten sich wohl auf der Hütte und hinzu kamen vermehrte Aufbrüche der Hüttenkasse. Als sich schließlich auch noch die Zahl der Decken drastisch verringert hatte und sich diese später im Wald wiederfanden; stand für die DAV Sektion und dem Nationalpark fest, dass es so nicht weitergehen kann.

Steigende Übernachtungszahlen erforderten Ausbau der Wasseralm
Nachdem die Übernachtungszahlen in den letzten Jahren auf über 5.000 pro Jahr anstiegen, entschloss sich die DAV Sektion Berchtesgaden in Kooperation mit dem Nationalpark, dem Eigentümer der Wasseralm, die Situation auf der Hütte weiter zu verbessern. So wurden in den letzten beiden Jahren der Brandschutz optimiert, Waschräume errichtet und eine neue Küche eingebaut. Außerdem wurde die Wasserquelle neu gefasst, eine UV-Anlage montiert, um die Wasserqualität zu garantieren, sowie eine Abwasserreinigungsanlage mit Spülklosetts als Ersatz für die alten Plumpsklos, installiert. Künftig werden die festen Bestandteile der Abwässer ins Tal geflogen, während die flüssigen vor Ort in einem Pflanzenklärbeet gereinigt werden. Eine Solaranlage und ein Rapsöl-Aggregat sichern die Energieversorgung.
Der Sektion ist es gelungen, die untragbaren Zustände auf der ehemaligen Wasseralm umwelt- und brandschutztechnisch so umzurüsten, dass sie den Bergsteigern einen angemessenen, aber bewusst einfach gehaltenen Rahmen für eine Übernachtung bietet, aber gleichzeitig den strengen Umweltvorschriften in der Kernzone des Nationalparks gerecht wird.

Vom Königsee über das Halsköpfl zur Wasseralm
und zurück zum Königsee | Dauer: 8,5 Stunden | ca. 17 km
Wenn man die Tour an einem Tag macht, ist flottes Tempo nötig. Mit einer Übernachtung auf der Wasseralm ist die Tour schöner und erlebnisreicher (Reservierungen sind nur direkt beim Hüttenwirt möglich). Von der Wasseralm kann man auch noch einen Abstecher auf das Große Teufelshorn (2.361 m) machen.
Hüttenöffnung 2017 ist am 25. Mai
Tel. +49 8652 6091160 (erst ab Hüttenöffnung  besetzt)

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