Grenzbrücke Laufen

Anlässlich der Eröffnungsfeier der Brücke, wie wir sie heute kennen, am 02. Juni 1903, sprach der damalige Bezirkshauptlehrer folgende Worte. „Nun bleiben wir für stets verbunden Als treuer Nachbar immerdar, Nichts trennt uns in heitern Stunden Und nicht in Zeiten der Gefahr. Wir trotzen kühn nun den Gewalten Der Wellen, wenn sie drohend geh’n; Wir […]

Grenzbrücke LaufenAnlässlich der Eröffnungsfeier der Brücke, wie wir sie heute kennen, am 02. Juni 1903, sprach der damalige Bezirkshauptlehrer folgende Worte.

„Nun bleiben wir für stets verbunden
Als treuer Nachbar immerdar,
Nichts trennt uns in heitern Stunden
Und nicht in Zeiten der Gefahr.
Wir trotzen kühn nun den Gewalten
Der Wellen, wenn sie drohend geh’n;
Wir wollen stets zusammenhalten,
Den Nachbarn treu zur Seite steh’n. …“
(Entnommen aus der Oberndorfer
Ortschronik)

Noch viel mehr wie damals, sollten wir uns diese Worte zu Herzen nehmen.
Die Orte Laufen und Oberndorf waren schon im 13. Jahrhundert über einen Holzsteg miteinander verbunden, der sich auf Höhe des heutigen Europastegs befand. Aufgrund der vielen Hochwasser wurde diese Verbindung immer wieder im Laufe der Geschichte zerstört und fortgerissen. Auch an anderen Stellen war es dadurch unmöglich eine Brücke zu errichten, die dauerhaft eine Verbindung zwischen Bayern und Österreich garantiert hätte. Nach jahrelangen Diskussionen und Unstimmigkeiten auf beiden Seiten, wurde dann im Dezember 1901 mit dem Bau der heutigen Brücke begonnen.
Ein pikantes Detail aus der Geschichte der Brücke stammt aus dem 2. Weltkrieg. Kurz vor Ende des Weltkriegs drohte ein damaliger SS-Soldat die Brücke zu sprengen. Es ist nur dem Mut einiger Laufener und Oberndorfer Bürger zu verdanken, dass dies vereitelt werden konnte. Es gelang ihnen am 04.05.1945 die Sprengsätze zu entschärfen und so die Brücke zu retten.
Besonders schön an dieser Brücke, die nach wie vor im Umkreis von 15km die einzige Verbindung über die Salzach zwischen Bayern und Österreich darstellt, sind die eisernen Pylone, die durch einen Bogen zu einem Portal verbunden sind. Die reichen Verzierungen, wie die blattvergoldeten Nachbildungen der österreichischen und bayerischen Krone oder die Adler Statuen, lassen dieses Bauwerk noch eindrucksvoller wirken.
Die denkmalgeschützte Brücke, die sogar auf einer Briefmarke verewigt ist, wurde zu einer Zeit erbaut, in der es keinen Verkehr gab, wie wir ihn heute kennen. Die Dauerbelastung durch Verkehr und Witterung setzt dem Bauwerk sehr zu und regelmäßige Sanierungsarbeiten sind unerlässlich. Vor allem, da hier im weiten Umkreis die einzige Möglichkeit ist, mit dem Auto, die Salzach zu überqueren. 2012 wurde sie daher aufwendig saniert. Die kostenintensive Sanierung wurde durch das Land Salzburg und den Freistaat Bayern finanziert, da 40% der Brücke auf österreichischem und 60% auf deutschem Staatsgebiet liegen.

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