Stöhrhaus

Auf abwechslungsreichen Wegen ins Sagenland Der wohl abwechslungsreichste und schönste Weg auf den sagenhaften Untersberg beginnt in Marktschellenberg am Gasthof Kugelmühle. Die Tour begeistert von Beginn an mit der Wanderung auf dem alten, gut gepflegten Triftsteig durch die Almbachklamm nach Hinterettenberg. Von hier folgt man dem gut ausgebauten Weg 466 durch den schönen Bergwald über den sonnig […]

Stöhrhaus-im-Abendlicht-mit-SüdwandAuf abwechslungsreichen Wegen ins Sagenland

Der wohl abwechslungsreichste und schönste Weg auf den sagenhaften Untersberg beginnt in Marktschellenberg am Gasthof Kugelmühle. Die Tour begeistert von Beginn an mit der Wanderung auf dem alten, gut gepflegten Triftsteig durch die Almbachklamm nach Hinterettenberg. Von hier folgt man dem gut ausgebauten Weg 466 durch den schönen Bergwald über den sonnig gelegenen Scheibenkaser und dem dort nach links abzweigenden Rosslandersteig unter den Wänden des Berchtesgadener Hochthrons entlang zum Stöhrweg, auf dem man zum Stöhrhaus aufsteigt.

Bei dieser grandiosen Tour sind 1.400 Höhenmeter und ca. 11 km Strecke zu bewältigen, da macht es Sinn auf dem Stöhrhaus zu übernachten. Zumal das Stöhrhaus aussichtsreich am Rand der Hochfläche des Untersberg liegt. Auf der nach Westen ausgerichteten Terrasse lassen sich am Abend grandiose Sonnenuntergänge erleben. Am nächsten Tag kann man, wenn man es rechtzeitig aus den Federn schafft, von der anderen Terrasse einen ebenfalls grandiosen Sonnenaufgang erleben. Nach einem ausgiebigen Frühstück kann man über den Stöhrweg nach Maria Gern absteigen und von dort noch einmal durch die Almbachklamm hindurch zum Ausgangspunkt gelangen.

Tourenbeschreibung:
Vom Gasthaus Kugelmühle, 495 m, vorbei an dem Kassenhäuschen zum Beginn der Almbachklamm. Die Klamm wird auf einem gut ausgebauten, ehemaligen Triftsteig über zahlreiche Stufen, Stege und ca. 30 Brücken durchwandert. Hinter dem engsten und wildromantischen Teil der Almbachklamm dem Klammsteig weiter folgend durch die sich öffnende, aber weiterhin interessante Klamm zur hohen Staumauer des ehem. Triftwehrs der Theresienklause aufsteigen. Hier hält man sich nach rechts über die Staumauer hinweg und quert auf schmalem, stellenweise ausgesetztem Steig den steilen Waldhang oberhalb der Klamm zu den Bauernhöfen von Hinterettenberg, 775 m. Auf der Zufahrtsstraße östl. haltend zur Ettenberger Straße und nach links zum Wanderparkplatz Rossboden. Vom Wanderparkplatz auf der schmalen Forststraße zunächst entlang dem Bachlauf des Ludlgrabens aufwärts. Hinter einem Waldrücken auch ca. 1.000 m wird die Forststraße nach rechts verlassen und auf schmalem, gut ausgebautem Steig durch den Buchenwald zum Almhang des Scheibenkasers, 1.440 m, aufgestiegen. Von der Almhütte nach links auf dem gut kenntlichen Rosslandersteig in westl. Richtung mit geringem Höhenunterschied unterhalb der steil aufragenden Felswände des Berchtesgadener Hochthrons entlang querend zum Stöhrweg, der von Maria Gern heraufführt. Auf dem Stöhrweg an dem weitläufigen Almgelände der Zehnkaser entlang, zuletzt wieder durch Latschen zum Stöhrhaus, 1.894 m, aufsteigen. Vom Stöhrhaus erreicht man in weniger als 20 Minuten den Berchtesgadener Hochthron, der mit seiner Rundumsicht zu den schönsten Aussichtsbergen der Berchtesgadener Alpen gehört.
Der Untersberg ist bekannt für seine Sagen und Mythen, die sich meist um seine zahlreichen Höhlen des Berges drehen. So sollen in den vielen Höhlen Untersbergmandl’n Edelsteine abbauen und Kaiser Barbarossa mit seinem Heer auf seinen Einsatz warten. Auf der Hochfläche nördlich des Berchtesgadener Hochthrons liegt der Eingang zu der längsten und tiefsten Höhle Deutschlands, der Riesending-Höhle. Die es vor einigen Jahren an Pfingsten zu europaweiter Bekanntheit brachte, als in einer großangelegten, zehntägigen Rettungsaktion ein verunglückter Höhlenforscher gerettet wurde. Heute ist der Höhleneingang verschlossen, damit sich solch ein Unglück nicht noch einmal wiederholt. So macht es auch Sinn, die markierten Wege nicht zu verlassen.
Nach einer hoffentlich erholsamen und „ruhigen“ Nacht im Stöhrhaus geht es nach einem ausgiebigen Frühstück wieder hinab ins Tal. Hier wird anfänglich noch der vom gestrigen Aufstieg bekannte Weg hinab zur welligen Almfläche der Zehnkaser genutzt. Bei der ersten Wegverzweigung noch links haltend wendet man sich bei der nächsten Verzweigung nach rechts und folgt der Beschilderung in Richtung Maria Gern. Nach einigen Serpentinen wird bei der Talstation der Materialseilbahn der breit ausgebaute eigentliche Stöhrweg erreicht. Dieser führt zunächst ohne wesentlichen Höhenunterschied unterhalb einer Felswand entlang zu einer weiteren Wegverzweigung. Hier links abwärts in weiten Kehren durch den steilen Wald hinab zu den höchstgelegenen Bauernhöfen von Maria Gern, einem Ortsteil von Berchtesgaden. Ein kurzes Stück Teerstraße führt hinab zum Wirthaus „Dürrlehen“. Von hier kann wieder in die Almbachklamm und durch diese zum Ausgangspunkt zurück abgestiegen werden.

Stöhrhaus am Untersberg
DAV-Sektion Berchtesgaden
Tel. +49 8652 7233

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